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Vaktijdschrift BALANCE•  Zwischen den Welten

Heft 2/2014

Zwischen den Welten                                                             

 

Im Übergang zwischen Leben und Sterben         

von Dr. Angelika Daiker     

Sterben hat viele Etappen des Verzweifelns und des Hoffens, des Annehmens und des Auflehnens. Auch wenn Menschen wissen, dass sie bald sterben werden, strecken sie sich lange nach dem aus, was Leben ist: etwas Lek- keres essen können, Freunde empfangen, auf der Dachterrasse in der Sonne sitzen... Sie sind schon in der Zeit des Sterbens „zwischen den Welten“. Es ist schwer zu leben mit dem Wissen um eine unheilbare Krankheit und im Spüren der nachlassenden Kräfte.
….
In den Tagen als dieser Text entstand, kam mir der Tod sehr nahe. Eine Frau, 71 Jahre alt, hatte sich nach einer schlimm verlaufenden ALS Erkrankung (Amyotrophe Lateralsklerose) Anfang August entschieden, keine Sondennahrung mehr zu wollen. Ein langes Ringen und immer wieder die Unsicherheit, ob die Entscheidung richtig sei. Ernährung ja, Ernährung nein? Als die Entscheidung gefallen war, blieb ihr Sterben immer noch ein langes Ringen.

Ich hatte mich an einem Freitag von ihr verabschiedet, es sah so aus, als ob sie am Montag nicht mehr leben würde. Am Mittwoch lebte sie immer noch. Als ich zu ihr kam, war die Tochter da, die das lange Sterben fast nicht mehr aushielt. Sie hatte das Gefühl, ihre Mutter sei irgendwo dazwischen „steckengeblieben“. So kam es auch mir vor. Ich sprach sie an, sprach davon, dass es „zwischen den Welten“ oft mühsam sei und dass es für sie wohl auch schwer sei, alles hinter sich zu lassen und dass wir spüren, wie sehr sie hin- und hergerissen ist. Ich sagte ihr, dass bald alles gut sei und alles Äußerliche und Irdische jetzt nicht mehr so wichtig sei. Und dass wir glauben, dass sie auch im Übergang in die andere Welt nicht allein sein werde. Das war ihr immer wichtig, nicht allein zu sein. Ich sagte ihr den Satz: „Zum Paradies mögen Engel dich geleiten.“

Plötzlich öffnete sie die Augen, schien uns beide anzuschauen, aber sah auch durch uns hindurch und bewegte den Mund, als ob sie etwas sagen wollte. Die Tochter bedankte sich bei ihr und sagte, sie dürfe gehen. Noch einmal zog es sie hin und her, dann verlangsamte sich der Atem. Die Tochter bat mich um ein Gebet, das wir mit dem „Vater unser“ abschlossen. Mit dem Amen nahm sie den letzten Atemzug, dem nach einiger Zeit ein letztes Aus- atmen folgte. Die Tochter und ich standen fassungslos da, dass es nach dem tagelangen Ringen und der Unruhe so leicht gegangen war. Noch einmal einatmen und ein letztes Mal ausatmen und sie hatte das Zwischenland hinter sich gelassen.

 

Dance gives us wings                                                                           

Laura Shannon

 By bringing me out of everyday thought and into sacred space, dance bridges two states of being. Dance helps me quiet my mind, focus my awareness and open to life energy pouring through me. Dance provides a bridge between this healing energy and all in me that seeks to be healed; dance becomes the bridge from my old self to a newly healed state of being. It’s my bridge to reach and remember God, to find our oneness with Creator and Creation. Our dancing ancestors knew the way across the bridge, and they left us maps to this sacred source in the form of traditional songs, steps and symbols. These reveal how since ancient times, the dancer’s journey between different realms has been understood as a metaphorical flight.

Armenian lyrical bird dances such as the Crane, Swan, and Dove, arranged in circle form and popularised by my friend Shakeh Tchilingirian, have roots in age-old shamanistic practices which mirror movements and rhythms of nature to bring blessing to the human world. Archaeological finds dating back thousands of years show women dancers lifting off the ground in winglike sleeves; ‘long-winged’ garments are still worn today at weddings and other ritual dance occasions throughout the Balkans. In many traditional marriage songs, the bride is a bird flying into a new life: dove, quail, partridge, or nightingale, symbols of Aphrodite, great Goddess of fertility and creation. Ritual clothing commonly features motifs of both this creation Goddess and the winged woman who invokes and channels her power in the dance. Dancers’ arms rise high, bridging earth and sky as the birds do, or swing like wings in wedding dances like ‘Ola Ta Poulakia’ (‘All The Birds’), from the Greek island of Thassos, originally danced around the goddess-embroidered ritual textiles of the bride’s dowry. There are countless examples teaching this simple but profound mystery: we are asked to dance not only with the feet of our body, but with the wings of our spirit.

In the dance circle, we cross the bridge uniting individual and group, body and spirit, personal and transpersonal. As the calm, peaceful presence which is dance’s great gift spreads through us, we become priestesses and priests of this serene dignity and radiant joy. All who join the dance may partake of this precious sacrament, and then cross back into an everyday world newly blessed, transformed and healed by our journey over the bridge.

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