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Vaktijdschrift BALANCE•  Wege ins Leben

Heft 2/2011

Wege ins Leben

Das Redaktionsteam wandte sich mit folgender Bitte an Linde Steyer:

Liebe Linde, als jemand, die sich bereits seit 1989 auf dem Weg der Meditation des Tanzes bewegt und engagiert, möchten wir Dich bitten, an dieser Stelle etwas über Deine persönlichen Schritte und Entwicklungen, Einblicke und Einsichten zu berichten. Für Bernhard Wosien war das Bild der Drei Stufen als Einweihungsweg zusammen mit der ‚Meditation en croix’ die Basis der Meditation des Tanzes. Spielen solche Überlegungen bei Deiner Arbeit eine Rolle?



Auszüge aus dem Beitrag von Linde Steyer


Woher komme ich, wohin gehe ich?

… Welche Rolle spielt das  o. g. Bild für mich? In meiner Vorstellung gehören „Einweihungswege“ einer früheren Epoche an, obwohl es natürlich auch heute noch Einweihungswege geheimen Wissens gibt. Mir war und ist die Meditation des Tanzes immer ein wunderbarer Weg des Wachsens und Sich-Entfaltens gewesen, der nach innen führt, mich mit meiner Seele in Einklang bringt, und der nie endet. Dabei komme ich mit dem verborgenen Wisse in mir in Berührung. Einen Meister oder Priester, der in geheimes Wissen „einweiht“, gibt es für mich nicht, aber Schritte zur inneren Wahrheit hat Bernhard Wosien wohl aufgezeigt:

Wagen         alles wegzuwerfen (Loslassen ist das Schwierigste) -

Wollen         im Sinne einer schöpferischen Bereitschaft -

Schweigen  ist das Volle -


Erkennen    ist Allbezogenheit.


…  Wir leben in einer Welt, die wachsen und sich entfalten will. Das können wir auf allen Ebenen erkennen: im physischen, emotionalen, mentalen, aber auch geistigen Bereich. Die Sehnsucht, uns dem Göttlichen zu nähern, ist tief in uns verwurzelt. So sind im Lauf der Jahrtausende vor allem in der westlichen Welt vielerlei Wachstumswege entstanden, die zu der jeweiligen Zeit und deren Entwicklungsepoche gehören und in sogen. Stufenwegen aufgezeigt wurden.

Im Osten ist durch den Reinkarnationsgedanken eher ein kreisendes Bewusstsein, ein ewiges Werden – Vergehen – Neuwerden beheimatet. Es ist kein Wunder, dass vielerlei westliche Wege mit der „Reinigung“ begannen, dass „Erleuchtung“ oder erleuchtete Augenblicke nach langem Üben von vielen Adepten erfahren wurden, die sich dann nach dem „Einswerden“ als immerwährende Erleuchtung sehnten, und sie sicher, wenn auch nur für Augenblicke, erleben durften.

Mir persönlich ist das apollinische „Erkenne dich selbst“, auf das Bernhard Wosien immer wieder hingewiesen hat, näher. Aus heutiger Sicht würde man es als Individuationsprozess bezeichnen. Es beschreibt einen Meilenstein auf dem Bewusstwerdungsweg. Dazu habe ich viel in der Meditation des Tanzes gelernt. Wieviel „Ego“ drängt sich gerade im Tanz immer wieder in den Vordergrund und macht dem „Selbst“ den wahren ersten Platz streitig …

… In der Meditation des Tanzes spielt nicht  der Gedanke vom Leben als immerwährendem Kreislauf eine tragende Rolle, sondern der Gedanke von Wachsen und Reifen in eine größere Wirklichkeit.

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