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Vaktijdschrift BALANCE•  Garten als heilender Ort

Heft 1/2012

Garten als heilender Ort



Am Anfang war ein Garten       

Auszug aus dem Artikel von    Fulbert Steffensky      

Am Anfang war ein Garten, am Ende wird ein Garten sein. Vom Garten des Anfangs erzählt die Schöpfungsgeschichte (Genesis 2). Dieser Garten ist die dem Chaos abgerungene Le- bensmöglichkeit, die Gott für den Menschen und alle anderen Kreaturen geschaffen hat. Der Anfang war gut und gesegnet, erzählen sich die Menschen aller Religionen. Die Erde war ein guter Ort, ein Garten. Gott pflanzte ihn. Er ließ aus der Erde allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit Früchten gesegnet, den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Dann setzte er den Menschen mitten in diesen Garten hinein.

Die Paradiesesgeschichte erzählt vom Zauber der Anfänge. Sie gibt uns keine Information über die Entstehung der Welt. Man kann die Geschichte ernst nehmen, ohne sie wörtlich zu nehmen. Sie erzählt davon, dass das Leben durch einen Liebesakt Gottes zustande ge- kommen ist. Die Güte Gottes gibt das Leben aller Kreaturen frei. Sie schafft einen Ort, an dem man leben kann, einen Garten, in dem Schmerz und Leid, Alter und Tod unbekannt sind. Menschen leben an diesem Ort im Frieden, in Harmonie und in Eintracht mit der Natur. Das Paradies ist die Geschichte vom guten Anfang.

Die Bibel spricht von drei Paradieseszeiten: Von der paradiesischen Zeit am Anfang der Schöpfung; von der Gegenwart, in der die Tür zum ?schönen Paradies? nach der Geburt Christi wieder offen ist; und von der dritten Zeit der Zukunft, in der der Friede des Paradieses endgültig eingerichtet ist. Himmel wird jene Zeit genannt oder Reich Gottes.

Himmel, Paradies und Reich Gottes sind aber keine Zeiten, die völlig getrennt sind von der Gegenwart. Das Paradies ist die Musik, die hier schon gesungen werden soll. Es soll im Himmel wie auf Erden sein und auf Erden wie im Himmel. Der Mensch ist Mitarbeiter und Koautor des Paradieses. Er soll den von Gott eingerichteten Garten bebauen, heißt es im ersten Paradies. So soll er auch in der Gegenwart Mitarbeiter an der Versöhnung des Lebens sein: Koautor des Trostes, der Gerechtigkeit, des Friedens auf dieser Welt.

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