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Vaktijdschrift BALANCE•  Im Kreis des Jahres

Heft 1/2010

Im Kreis des Jahres

 

Editorial von Gabriele Khoury


Obwohl uns der Wandkalender ein lineares Fortschreiten der Zeit anzeigt, sprechen wir vom Jahreskreis und nehmen am Ende des Jahres oft förmlich wahr, dass es sich gerundet hat. Wie in einer Spirale setzt sich Kreis an Kreis, Jahr an Jahr, Tag an Tag – und mit ihnen tauchen in immer währender Wiederkehr die Festzeiten als Fix- und Höhepunkte auf. Welchen Stellenwert messen wir ihnen bei? Finden die Feste nur außerhalb oder auch in mir statt? Sind sie gebunden an ihre Zeit oder fühle ich manchmal auch an anderen Tagen Karfreitag oder Ostern? Kann das dann dasselbe Erleben sein? Und wo berührt das Thema uns als Tänzerinnen und Tänzer?

Nur ein kleines Spektrum konnten wir aus all den Möglichkeiten auswählen und sind deshalb sehr nah bei den bekannten Festen geblieben. Es dürfte allen klar sein, dass der „Kreis des Jahres“ aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erlebt werden kann, die in einem Heft dieses Formats allenfalls nur gestreift werden, aber vielleicht künftig als eigene Themenkreise auftauchen können.

Nach den einleitenden Gedanken von Hella Krause-Zimmer werden Ihnen in dieser BALANCE eine ganze Reihe praktischer Anregungen begegnen. Über eine persönliche Oster-Erfahrung, Tanzzyklen zu Pfingsten, Johanni und Weihnachten führen die Artikel zunächst einmal chronologisch durch das Festjahr. Darin eingebunden erzählt Friedel Kloke-Eibl in einem Gespräch mit Cornelia Betz über die Michaeli-Festzeit, die Bedeutung Michaels im Allgemeinen und speziell für Bernhard Wosien.

Die vier Erzengel, die sich beim Wechsel der Jahreszeiten jeweils das Zepter weiterreichen, haben einen zentralen Platz im Heft und zieren auch die Titelseite.

Der natürliche Rhythmus von Erde und Kosmos bildet die Basis aller Jahresfeste. Die natur- und geisteswissenschaftliche Betrachtung auf Seite 6/7 will Sie dazu anregen, sich mit diesen Zeichen unserer Welt zu beschäftigen. Einblicke in die Traditionen Bulgariens gestattet uns Gergana Panova, in das Jahr der bulgarischen Frauen und das der Männer, die von unterschiedlichen Ritualen geprägt sind.

Und wie von vielen erwartet, finden Sie eine Tanzbeschreibung, Buchbesprechungen und Nachrichten vom Fachverband sowie vom Ausbildungsinstitut.

Anzufügen ist noch, dass wir bei der Suche nach geeigneten Beiträgen zu diesem Thema ungewollt fast ausschließlich auf anthroposophische Texte gestoßen sind, wodurch unser Heft eine gewisse Prägung in diese Richtung erfahren hat. Die Auseinandersetzung damit hat uns als Team sehr bereichert und wir wünschen Ihnen allen eine ähnliche Erfahrung, einen bewussten Ausklang der Osterzeit und einen behutsamen Gang durch dieses Jahr.

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