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Vaktijdschrift BALANCE•  Du stellst meine Füße auf weiten Raum

Heft 1/2009

Du stellst meine Füße auf weiten Raum



Zwischen Erdenschwere und Himmelsnähe

Auszug aus dem Artikel von Volker Bertleff


…In der Betrachtung des Fußes fallen ganz gegensätzliche Aspekte auf. Der Fuß bietet einerseits den physikalischen Standpunkt, indem er sich vollständig an die Gegebenheiten des Untergrundes anpassen kann. Damit bildet er eine verlässliche Grundlage für den Punkt, über dem sich der Mensch aufrichtet. Gleichzeitig steht der Fuß als eifriger Vermittler zwischen der zentripetalen Erdanziehungskraft und den Fliehkräften der Schwungdynamik (z.B. im Tanzen und Gehen), auf die er aktiv steuernd einwirkt. Wie sehr dies zutrifft, mag man daran erkennen, dass gleichzeitig mit der Verlagerung des Schwerpunktes im Gehen dieser so geführt wird, dass er im Prozess der Aufrichtung wieder zur Ruhe kommt.

Diese Gegenbewegungen werden mit der Fußsohlenmuskulatur durchgeführt. Jede einzelne Bewegung wird so, damit es nicht zum Sturz kommt, vom Fuß her reguliert. Die Fähigkeit des Fußes, den Stand zu sichern, wirkt sich auch auf qualitative Aspekte der Bewegung aus, also auf Ausdruck, Anmut und Schönheit. Dort, wo der Fuß einen guten Bodenkontakt herstellen kann, wird sich die Bewegung des Menschen freier entfalten; Beine, Becken, Rumpf. Arme und Kopf können sich auf diesen „Halt“ der Füße verlassen. Dort, wo diese, eine Fußschwäche kompensierend (sprich Halt suchend) eingreifen, wird die Bewegung sprichwörtlich ver-halten. Als Tänzer/innen orientieren wir unseren Bewegungsumfang deshalb unbewusst stets an den Möglichkeiten des Fußes…

Das Geheimnis für anhaltende Fußgesundheit trotz der enormen Belastung liegt in dem am Fuß „verkörperten“ Prinzip der Wandlung. Was vermag der Fuß zu wandeln? ...

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