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Vaktijdschrift BALANCE•  Ein Leben für den Tanz

Heft 1/2008

Ein Leben für den Tanz



„Meditation des Tanzes“

Auszug aus einem Aufsatz von Bernhard Wosien

Der Titel scheint zwei Dinge zu verbinden, die nichts miteinander zu tun haben. Doch, wie jedes Kunstwerk aus Meditation entsteht, so auch der Tanz. Ja, gerade der Tanz, der, wie kaum eine andere Sache, den Menschen in seiner Ganzheit anfordert, hat wesentlich mit Meditation zu tun.

Allerdings trifft dies nur dann zu, wenn der Tänzer wahrhaft teilnimmt und von seiner Muse ergriffen ist. Dieses Ergriffensein ist aber das meditative Element. Im Gegensatz dazu stehen jene Bemühungen, die wesentlich dem „Zur-Schau-Stellen“, der Darbietung gewidmet sind. Meditation ist schwer in Begriffe zu fassen. Im Allgemeinen denkt man an die Mönche des Athos, an indische Yogis, an Menschen, die in Ruhe und Abgeschiedenheit leben. Ein Arzt oder Psychologe mag andere Erläuterungen über Meditation geben, als ein Seelsorger, ein Mönch andere als ein Tänzer. Alle aber werden den Inhalt ihrer Erklärungen doch so summieren können: Meditation ist innere Einkehr, Sammlung im Geist, im seelischen Raum, Sammlung der Glieder. Im Gegensatz zu dem intellektuellen Reflektieren und Analysieren soll das Meditationsobjekt durch ständige Übung „in der Seele bewegt werden“. Indes lässt sich dieser Vorgang nicht scharf umreißen.

Das Objekt der Meditation ist für den Tänzer – Tempel, Wohnung und Instrument zugleich – sein Leib...

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