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Vaktijdschrift BALANCE•  Die Vierheit im Tanz

Heft 1/2005

Die Vierheit im Tanz


„In den Vieren ist die Welt begründet“
Nachdenken über die Vierzahl

Auszug aus dem Leitartikel von Otto Betz


...Liest man in der Genesis den Bericht vom Paradies, dann legt sich die Vorstellung nahe, dass es sich um einen quadratischen Garten gehandelt haben müsse, in dessen Mitte ein Fluss entsprang, der sich dann in vier Ströme aufteilte, sodass das Wasser in alle vier Richtungen fließen konnte. In diesem Ursymbol können wir ein „Mandala“ sehen, ein Ganzheitszeichen, das die verschiedenen Sphären und Bereiche zusammenfasst und auf eine geheiligte Mitte bezieht.  – Wenn die Römer eine Stadt bauten, dann gingen sie nach einem vergleichbaren Grundmuster vor: In einem Mittelpunkt trafen sich vier Straßen, die aus den verschiedenen Richtungen hier zusammenkamen. Diese Straßenkreuzung führte dazu, dass vier Stadtteile entstanden, die „Quartiere“ oder „Viertel“. Vier Tore am Stadtrand führten in die unterschiedlichen Richtungen, sodass Weltoffenheit mit Konzentration auf die Mitte miteinander kombiniert wurden...

 Unsere Lebenszeit ist nicht unbegrenzt, wir durchlaufen eine Bahn, sollen uns dabei in unseren Anlagen verwirklichen und wissen um das Ende dieses Lebensbogens.

Gewöhnlich unterscheiden wir dabei die Kindheit, in der alles noch anfanghaft und voller Möglichkeiten ist, die Jugend, wo die Entscheidungen getroffen und die Fähigkeiten eingeübt werden müssen, das Erwachsenenalter, in dem wir unseren Platz in der Gesellschaft finden, die Aufgaben übernehmen, die unseren Gaben und Talenten entsprechen, und das Alter, wo wir – vielleicht – zur Weisheit gelangen können und in Dankbarkeit auf unser Leben zurückschauen. Auch hier stehen vier Phasen für das Ganze des Lebens.

Seltsamerweise aber gibt es eine geheime Hoffnung, über die Vier hinauszukommen, sie gleichsam hinter sich zu lassen, Schon die mittelalterlichen Alchimisten suchten ein geheimnisvolles Etwas, das über die vier gewohnten Elemente hinausging: den „Stein der Weisen“, die quinta essentia, das fünfte Element, das als Aufgipfelung des Bisherigen verstanden wurde....

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